Dienstag, 24. Januar 2012

Suche oder Selbsttäuschung?

Das Wichtigste in meinem Leben, eigentlich ganz einfach, oder?
NEIN.
Seit ich mich entschieden habe, 40 Tage auf das Wichtigste zu verzichten, renne ich als nervenraubendes Fragezeichen durch die Welt. Ich wälze meinen Tagesablauf von vorne nach hinten, von unten nach oben und schon fast im Sekundentakt fällt mir wieder etwas total Neues, absolut Wichtiges ein. Am schlimmsten ist es, wenn man sich raus auf die belebte Strasse wagt, vorbei an den vielen, bunten Schaufensterläden, bepflasterten Gässchen und grossen Kaufversuchungen. An jeder Ecke sehe ich wieder etwas ganz Neues, was noch viel wichtiger zu sein scheint als das, was ich gerade gesehen habe. Sehe ich die elegant gekleidete Schaufensterpuppe von Vero Moda fällt mir ein, dass ich auf shoppen verzichten könnte, doch schon an der nächsten Ecke liebkost mich der magische Kaffeeduft von Starbucks und mir wird klar, dass Kaffee wohl viel wichtiger ist in meinem täglichen Leben als shoppen - oder?

Irgendjemand hätte mir wohl sagen sollen, dass ich auf keinen Fall damit beginnen darf, andere Personen nach dem Wichtigsten zu fragen. Obwohl es ganz spannend und interessant ist (die Pallete reicht von Iphone über Fleisch bis hin zu Lippenstift oder Mango-Thee), keiner nennt mir das Gleiche, wie die Person, die ich zuvor gefragt habe...
Ich habe oben und unten verloren, und das nur, weil ich herausfinden will, was das Wichtigste in meinem Leben ist.

Ganz ehrlich - was ist das Wichtigste in Ihrem Leben?
Ach nein, doofe Frage, SAGEN SIE MIR DAS BLOSS NICHT...

Ich glaube, das grosse Problem bei dieser Frage ist, dass man sich mit SEINEM LEBEN beschäftigen muss. Und das ist noch nicht alles; man sucht gerade nach diesen wichtigen Dingen, die das eigene Leben bestimmen. Sozusagen ist es ein Kampf mit sich selber, sich einzugestehen, was das Wichtigste ist, im klaren Wissen, dass man es dann verlieren wird...

Was ist das Wichtigste in meinem Leben? 

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